Plattdeutsche Barther Bibel von 1588
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Der Barther Bibelgarten

Christliche Symbolpflanzen
Symbole sind wortlose Aussagen über Sprachgrenzen hinweg. Der symbolische Gebrauch von Pflanzen, Tieren und Gegenständen ist in allen Regionen der Erde und bei allen Völkern verbreitet. So fanden selbstverständlich auch Pflanzen als Symbole Eingang in die Bibel.
In Gebieten, in denen das Christentum gelebt wird, versinnbildlichen dort heimische Pflanzen die Aussagen der Bibel, sind die Botschaft vertiefendes Beiwerk in Legenden und Heiligenverehrung.

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Erdbeere (Fragaria vesca)

Das gleichzeitige Blühen und Fruchten steht für Lebenskraft und Fülle – daher eine Pflanze der Marienverehrung. Die dreilappigen Blätter symbolisieren die Dreieinigkeit Gottes (Gott der Vater, der Sohn, der Heilige Geist).
Besonders im Mittelalter nutzte man intensiv die Möglichkeit, Botschaften durch Pflanzen auszudrücken. In der Literatur und auf Gemälden finden wir Zeugnisse davon. Die tiefe Verwurzelung des Glaubens im Alltag, die freundliche, ehrerbietende Hinwendung der Christen zu Aussagen der Bibel, Personen der Bibel und Heiligen, die mit diesen Symbolpflanzen deutlich wird, berührt stark. Einige dieser Symbolpflanzen sind fast in Vergessenheit geraten und nur noch auf Gemälden in ihrer Funktion nachweisbar.
Aber auch heute ist jeder Altarstrauß ein kleines Abbild des Paradieses

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Efeu (Hedera helix)

Die Pflanze ist immergrün und daher Symbol für Beständigkeit und schon im Altertum Sinnbild für Treue und ewiges Leben. Beim Wachsen schmiegt sich Efeu an Bäume und Mauern an – ist daher Sinnbild der Freundschaft. Zur Ausschmückung von Prozessionen wird Efeu gern verwendet.
Bäume sind durch ihren Wachstumsrhythmus ein Symbol für das Leben. Keimen, Wachsen, Fruchten und Vergehen sind Analogien zum Leben und Sterben des Menschen. Der Himmel und Erde verbindende Weltenbaum ist bei vielen Völkern bekannt. Die Bibel erwähnt ihn als „Lebensbaum”. Christus wird Christus als Spross des Lebensbaumes verstanden.
Zahlreich sind die Pflanzen, die Maria zugeordnet werden. Akelei, Maiglöckchen und Rosen sind Beispiele dafür. In der katholischen Kirche werden zu Mariä Himmelfahrt (15. August) diese Kräuter geweiht (Kräuterweihe). An diesem Tag wird für alle Wunder der Schöpfung gedankt und um Segnung der Kräuter gebeten. Heute wird dabei besonders die christliche Verantwortung für die Schöpfung thematisiert.
In diese Kategorie gehören auch die Prozessionspflanzen. Bei den aus christlichem Anlass durchgeführten Umzügen durch Städte und Dörfer werden neben Heiligenbildern und Heiligenfiguren auch Pflanzen mitgeführt.

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