Plattdeutsche Barther Bibel von 1588
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Der Barther Bibelgarten

Pflanzen der Klostergärten
Mönche und Nonnen waren es, die Pflanzen des Mittelmeergebietes über die Alpen nach Mitteleuropa brachten und in ihren Klostergärten kultivierten. Erst später sammelten Pilger und Kreuzfahrer die ihnen interessant scheinenden Pflanzen. Auch Pflanzen aus der heimischen Flora wurden in den Klostergärten angebaut, um sie als Heilpflanzen, Würzmittel, Lebensmittel oder Zierpflanze zu nutzen.
Eine Buchsbaumeinfassung gab oft den Rahmen für die Beete und sorgte zugleich für ein gutes Kleinklima zum Wachsen. Der in der Mitte angeordnete Brunnen hatte neben der meditativen Bedeutung auch praktischen Nutzen beim Gießen der Pflanzen.

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Einzelblüten der Weinraute (Ruta graveolens)

Von Benediktiner-Mönchen aus dem Mittelmeergebiet nach Norden gebracht, war sie Heilpflanze gegen die Pest. Als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden wird sie seit dem Mittelalter eingesetzt – ihr Gehalt an ätherischen Ölen begründet diese Heilwirkung
In den Klöstern wurden nicht nur große Leistungen für den praktischen Gartenbau erbracht, sondern auch wissenschaftlich gearbeitet. Hier sei nur an den Mönch Gregor Mendel erinnert, einen der Entdecker der Vererbungslehre. Auf Aufzeichnungen der Äbtissin Hildegard von Bingen ( 1098 bis 1179), eine der bekanntesten Ordenfrauen in Deutschland, wird heute noch gern zurückgegriffen („Hildegardmedizin“).
Die Klöster waren wichtige Bildungsträger. Viele Pflanzen gelangten in die Bauerngärten und wurden dort über Jahrhunderte als Heil- und Würzkräuter kultiviert.
In Vergessenheit gerieten diese Erfahrungen erst später mit dem wachsenden Vertrauen in das Wissen der Ärzte. Heute sind Heilkräuter wieder als wirksame Ergänzung medizinischer Behandlungen und schnell verfügbare Hausmittel gefragt. Gern wird nun auf alte Kräuterbücher und das alte Klosterwissen zurückgegriffen. Und wer denkt bei den Klosterpflanzen nicht auch mal an „Klosterbruder“, „Melissengeist“ und ähnliche Mixturen?

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Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Duft, Geschmack und heilende Wirkung als verdauungsförderndes und krampflösendes Mittel haben Rosmarin bekannt gemacht. Seit der Verbreitung durch die Klöster fehlte es bis 1900 in keinem Haushalt. Fehlende Überwinterungsmöglichkeiten (kühle, helle Räume) trugen zum Verschwinden bei. Heute erleichtern winterhärtere Sorten und ein jährlich neues Angebot der Gärtnereien die Kultur in Haus und Garten.
Die Menge der Pflanzen, mit denen sich die Klöster befasst haben, war und ist groß. Etliche der von ihnen geschätzten Pflanzen haben einen Platz im Bibelgarten bekommen. Sie sollen die Leistung dieser christlichen Kulturträger verdeutlichen.
Einen großen Teil nehmen im Barther Bibelgarten die Gewürzpflanzen ein. Der geschützten Lage des Gartens ist es zu verdanken, dass auch heikle und weniger winterharte Pflanzen wie Rosmarin und Feige oft ohne Schaden überwintern.

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